Tag 10-12, Aj Petri, Fiolent

Zu den Fotos

Tag 10, 16.4., Aj Petri

An der Busstation von Sewastopol sagte ich der Frau hinter dem Schalter, ich hätte gerne eine Fahrkarte mit dem nächsten Bus nach Koreis (nahe Jalta), wo der Wanderweg auf den 1234m hohen Aj Petri los ging. Aber sie hatte mich ein Ticket direkt nach Jalta gebucht, sodass ich, als ich meinen momentanen Standort überprüfte feststellen muss, dass ich schon fast im Zentrum von Jalta war. Also stieg ich schnell aus und hielt einen Bus an, der zurück nach Sewastopol fuhr und mich 1km vor dem Wanderweg rausließ.

Um 14.30Uhr wanderte ich los und 100 Minuten später stand ich ganz oben, mit Blick auf’s Schwarze Meer und Jalta. Der Aufstieg war zwar anstrengend, aber wurde hier und da mit atemberaubenden Blicken belohnt. Keine Wolken blockierten diesmal die Sicht.

Leider war die Seilbahn, die ich zurück nehmen wollte, noch nicht in Betrieb, sodass mir nichts anderes übrig blieb, als den Abstieg ebenfalls zu Fuß zu unternehmen. Vorher machte ich aber eine Stunde Erholungspause.

Um 17.00Uhr ging es dann bergab und wieder an der Straße angekommen, versuchte ich per Anhalter nach Sewastopol zu kommen. Zwei Typen hielten auch an und brauchten mich aber nur zur nächsten Bushaltestelle. Der dort schon wartende erzählte mir die ganze Zeit etwas, bezahlte aber immerhin mein Ticket.

Tag 11, 17.4., Fiolent

Mittags traf ich mich mit E. und R. am Geldautomaten, wo ich diesmal 3o Minuten in der Schlange warten musste und wir so fast unseren Bus nach Fiolent verpassten. Dort, auch an der Küste gelegen, führt eine 700 Stufen fassende Treppe in der Nähe eines Klosters ans Schwarze Meer.

Weil es mein letzter volle Tag auf der Krim war und das Wetter überaus gut – sonnig und recht heiß – entschied ich mich für ein paar Schwimmzüge. Aber das Wasser war wirklich sehr kalt – meine Haut hat nach ein paar Sekunden schwimmen zu brennen angefangen. Aber immerhin hielt ich es länger als ein paar russische Halbstarke aus, die ankamen, als wir wieder den Rückzug antraten.

E. und R. haben sich sehr gefreut und sagten, unsere Unterhaltungen wären kostbares Sprachentraining gewesen.

Bevor ich mich dann von E. verabschiedete, half sie mir noch einen guten Krimsekt für mein Mama zum Geburtstag zu finden. Es war einer der teuersten im Laden, aber für deutsche Verhältnisse noch preiswert.

Bis zum Abend flanierte ich noch durch’s Zentrum von Sewastopol, warf die in der zwischenzeit selbstgebastelten Postkarten ein und las wiedermal ein bisschen.
Zu den Fotos von Aj Petri und Fiolent

Tag 12-13, 18.4.,  Sewastopol-Kiew

Um 12.30Uhr fuhr mein Zug von Sewastopol nach Kiew, aber vorher musste ich noch ein paar Einkäufte erledigen: mehr Sekt für meine Freunde in Karlsruhe und Berlin sowie den grandios schmeckenden Apfel-Mohrrüben-Saft.

Traurig stieg ich dann in den Zug und verließ die Krim. Es fanden keinerlei Passkontrollen von russischer Seite statt. Nur die Ukrainer kamen in Melitpol durch den Zug.

In Kiew kam ich dann am nächsten Morgen um 7.30Uhr an, machte gebrauch von den billigen Preisen eines bekannten Schnellrestaurants, wo ich ein kleines Frühstück verdrückte. Dann begab ich mich mit Metro und Bus wieder zum Flughafen Borispol.

Dort half ich einem Ami, der wegen einer Frau, die seine Tochter hätte sein können, Kiew besucht hatte und recht hilflos am Flughafen rumlief. Er hatte seine Angebetete, die kein Wort Englisch sprach, in hochpreisige Restaurants ausgeführt. Er hatte sich auf einer Website angemeldet und schon mehr als 5000 Briefe von ukrainischen Mädchen erhalten.

Aber jedes Mal, wenn er auf eine Nachricht antwortet, muss er blechen. Von diesem Geld bekommen die Mädels sicherlich auch einen Anteil. Von daher wollen sie bestimmt keine feste Beziehung eingehen, sondern schön auf des Herren Kosten eingeladen werden – vielleicht sogar nach Amerika und nicht nur in 5 Sterne Restaurants – und die Kommunkation aufrecht erhalten, da es eine gute Einnahmensquelle darstellt. Denn normalerweise tauscht man doch sofort am Anfang private Kontaktdaten wie Facebook/Skype/Mail oder so aus und verlässt so eine kostenpflichtige Plattform.

Um 14Uhr war es dann an der Zeit Osteuropa zu verlassen und Richtung Paris aufzubrechen.

Vielen Dank für’s Lesen

<– Vorheriger (Kammwanderung)


Ai Petri

Fiolent

Sewastopol nach Paris


<– Vorheriger (Kammwanderung)

Advertisements

Day 10-12, Ai Petri, Fiolent

To the photos

Day 10, 16.4., Ai Petri

At the bus station of Sevastopol I told the woman behind the counter I wanted to get on the next bus to Koreiz (near Yalta), where the hike to 1234m high Ai Petri mountain starts. But apparently she booked a ticket to Yalta, so when I checked my current location 15min before the written arrival on the ticket, I was already close to the centre of Yalta. So I quickly got out and stopped a bus to Sevastopol which let me out about 1km before the starting point.

At 2.30pm I started hiking and about 100 minutes later I stood on top of Ai Petri. The hike has been really nice, because the weather was great all the time; there were no clouds like the day before, which blocked the view.

Unfortunately the cablecar which I thought, I could take back down didn’t run yet, so I had to hike down, too. But before I relaxed one hour on the summit, writing mails, taking photos and eating.

At 5pm I started my way back down and after having arrived, started hitch-hiking to Sevastopol.

Two guys stopped and took me to the next bus stop. There another guy talked to me and even bought the bus ticket for me.

Day 11, 17.4., Fiolent

At noon I met with E. and R. at the cash machine near their university, where I had to wait 30 minutes to get some cash. But then we took the bus to Fiolent, where, near a monastery, 700 descend down to the Black Sea cost.

Because it was my last full day in Crimea and the weather was really nice – sunny and a bit hot – I decided to go for a swim. But it was freezing cold. My skin really hurt really much after some swimming movements. At least I stood the cold water longer than some young Russians who arrived when we were leaving.

E. and R. were very thankful and said, our conversations have been a worthwhile language training, which I hope it really was.

Before I said good-bye to E., she helped me finding a good Crimean champaign for my mother’s birthday.

Till the evening I strolled around the centre in Sevastopol, threw the in the meantime self-designed post cards in a post box and sat down in a park to read.
To the photos of Ai Petri and Fiolent

Day 12-13, 18.4.,  Sevastopol-Kyiv

At 12.30pm my train was departing from Sevastopol train station to Kyiv. But before I had to do some shopping: more champaign for my friends in Karlsruhe and Berlin and the delicious Galicia apple-carrot juice.

Sadly I then entered the train and left Crimea. The haven’t been any passport controls of Russian soldiers. Only Ukrainian ones walked through the train at Melitopol train station.

In Kyiv I arrived at 7.30am, took advantage of cheap McDonald’s prices for a tiny breakfast and went to Boryspil airport by metro and bus.

There I helped an American guy, who visited Ukraine for meeting a woman, who could have been his daughter. He had invited her to fancy restaurants, but could only talk to her with a personal translator, because her English was non-existent. He registered at a website and had received and replied to more than 5000 letters from Ukrainian girls.

But everytime he answers, he needs to pay a certain amount of money from which I’m sure a certain percentage goes to girls. That’s why I guess their intention may not only meeting and being invited by the guys but just to keep up the communication because it might be a good income – I mean normally people would exchange email/Skype/Facebook/VK details. Some girls even wanted to be invited to America – on the guy’s cost naturally.

At 2pm it was finally time to leave Eastern Europe and to head to Paris.

Thanks for reading

<– Previous (First mountain hike)


Ai Petri

Fiolent

Sevastopol to Paris


<– Previous (First mountain hike)