Tag 6-7, Chersones, Balaklava

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Tag 6, 12.4., Sewastopol, Chersonesus

Vormittags musste L. Lehrerunterricht für ihre neue Arbeit nehmen. Ich lief also eher planlos durch den östlichen Teil von Sewastopol. Im Gegensatz zu den vorherigen Tag auf der Krim, war es eher regnerisch und kühl. Erst gegen Mittag besserte sich das Wetter.

Als L. fertig war, fuhren wir zur Zentralen Einkaufsmeile (ЦУМ) in der Nähe ihrer Universität, aßen Pizza und warteten auf ihre Freundin A. Zusammen liefen wir dann Richtung Chersones (Херсонес), einer antiken griechischen Stadt an der Bucht von Sewastopol.

Doch vorher brauchte ich noch Geld. Wie überall auf der Krim (oder in Sewastopol, nur dort hob ich Geld ab) hatte nur die russischen Banken geöffnet. Alle ukrainischen waren geschlossen und ihre Geldautomaten ohne Strom oder funktionierten einfach nicht. Vor den russischen Bank standen die Menschen Schlange, um ihre Konto umzustellen und ihr Gehalt (in Rubel) zu empfangen.

Vor den Banken (Sberbank, VTB) standen die Menschen von morgens bis abends (20.30) an.

Während der Übergangszeit wurde das Gehalt von ukrainischen Griwnas in Rubel umgerechnet, was einen erheblichen Verlust für die Bevölkerung darstellte. Nach dem aktuellen Kurse wurden die Griwnas also in Rubel umgerechnet (kaufen 1:3,3 – verkaufen 1:2,8). In Läden musste dann wieder zurückgerechnet werden; teilweise zu einem schlechteren Kurs als in den Banken (z.B. 1:3,5, in den Bussen sogar 1:4). So hatte zusätzlich zur fallenden Griwna dieses Herumgetausche noch einen zusätzlichen Wertminderung des Gehaltes zur Folge.

**Durchschn. Gehalt 2500 Griwnas (170€, 04/2014) × 2,8 = 7000 Rubel /3,5 = 2000 Griwnas (135 €) ⇒ 20% Verlust**

Ich konnte nur Geld (Griwna) bei der Sberbank abheben. Dennoch musste ich einige Male vor den Automaten warten, die Leute vor mir entweder keine Ahnung hatten, wie man Geldautomaten bedient oder ihn nutzten, Geld einzuzahlen.

Zurück zu Chersones: Wir suchten ein Loch im Zaun, um den horrenden Eintritt von 35 Griwna (~2,40€) nicht zahlen zu müssen. Nach dem Umrunden fanden wir diesen Zugang schließlich und genossen das nun sonnige Wetter, beim Herumlaufen über das alte Gelände.

Abends trafen wir ein paar Kumpel von A. und gingen in eine Bar. Danach trennten L. und ich uns vor der Gruppe und trafen uns mit einer anderen Freundin von L. zum Cidre-Trinken auf einem Spielplatz.

Tag 7, Sonntag 13.4., Balaklava

Ausgeschlafen trafen L. und ich uns mit ihrem Freund und einer Kommilitonin, die an der Uni Deutsch studiert. Nach der Busfahrt nach Balaklava – im Süden Sewastopols – kam noch D. hinzu und wir nahmen an einer geführten Tour durch ehemalige Militäranlage der Roten Armee in den Bergen teil. U-Boote und (Nuklear-)Waffen waren dort stationiert und obwohl ich von der Führung so gut wie nichts verstand, außer wenn L. oder E. etwas übersetzten, so war die Anlage an sich doch sehr interessant.

Danach wanderten wir ein bisschen herum, kamen an ehemaligen Sommerhäusern von ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vorbei und kletterten die Steilküste hinauf. Von dort hatte man einen wunderbaren Blick auf die Bucht von Balaklava und das Schwarze Meer.

Am Ende fuhr uns D. mit seinem Auto in ein Restaurant der Krimtataren, in dem wir große Schaschlikspieße aßen.

D. war nur einer von vielen Autobesitzern, die einen russischen Sticker über die ukrainische Landeskennzeichnung des Nummernschildes geklebt hatten.
All diese Umstellungen (in welche Liga kommen die Fußballvereine der Krim?) nimmt Zeit in Anspruch, aber mit dem Stickern nahmen einige den offiziellen Austausch schon vorweg.

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Day 6-7, Chersonesus, Balaklava

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Day 6, 12.4., Sevastopol, Chersonesus

In the morning L. had to visit some teaching lessons for her new job. That’s why I walked through the Eastern part of Sevastopol  without a real plan. In opposite to the previous days in Crimea, the weather was rainy and cold. Only near midday it became warmer.

When L. was finished, we went to Central Shopping Area (ЦУМ) near her university, ate Pizza and met with her friend A. Then we went to Chersonesus (Херсонес) an ancient greek town at the Sevastopol seaside.

But before I had to use an ATM. But like anywhere in Crimea (or better in Sevastopol), only Russian banks were opened. All Ukrainian ones were closed and their ATMs shut down. In front of the Russian banks, many people waited for hours to change their bank accounts and receive their salary (in Rubels).

There were crowds from the early morning till even 8.30pm in the evening in front of e.g. VTB or Sberbank.

During the period of transition the payment of the salary in Rubels is a bad deal for the population. The amount is converted from Grivnas into Rubels according to the current exchange rate (buy 1:3.3 – sell 1:2.8) . In the shops it was reconverted again, but usually to an even worse rate than at the banks (like 1:3.5, even 1:4 in the busses). So in addition to the floating exchange rate this caused another loss of the original value of the salary.

**Average salary 2500 Grivnas (170€, 04/2014) × 2,8 = 7000 Rubels /3,5 = 2000 Grivnas (135 €) ⇒ 20% loss**

In my case only Sberbank had ATMs that I could take money (Grivnas, but that was good) from. But I had to wait some time as well, because usually there were people in front of me, who either didn’t know how to use a cash machine or used it for making a deposit.

Anyway we searched for a hole in the fence to not pay the “enormous” entrance fee of Chersonesus of 35 Grivnas (2,40€). After a tour around the whole area, we found the hole and enjoyed the sunny weather walking around.

In the evening we met some acquaintances of A. and went to a bar. Later we separated and L., her friend S. and me sat down at a playground, drinking some cider.

Day 7, Sunday 13.4., Balaklava

After a long sleep L. and I met her boyfriend and E., a fellow student of hers who’s learning German and wanted to practice it. After the bus ride to Balaklava – in the south of Sevastopol – another friend, D., joined us and we made a tour in a former military area inside the mountains. Submarines and weapons were based there and it was very interesting to see, because from what the guide said I understood as much as a Russian bear would have been a guide. Fortunately E. and L. translated some facts.

Afterwards we walked around the Balaklava bay, passed by lately abandoned huge dachas of former Ukrainian president Victor Yanukovich and climbed up the cliff line. From there the view over the bay and the Black Sea coast was amazing.

In the end D. drove with us to a Tatar restaurant where we ate big shashlik.

D. was only one of many that put a Russian sticker over the national sign on the number plate of their car. It takes time to exchange and re-register the Ukrainian cars/number plates, but some want to help manually.

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